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Interview zur Medienmitteilung:
Ein sinnliches Erlebnis
Remo Vetter, Sie sind derzeit ein gefragter Mann. Weil sie ein Aeschbacher-Interview aufzeichnen mussten, das am 4. September auf SF1 ausgestrahlt wird, fehlten Sie an der Eröffnung ihres Kräutergartens im Hof Weissbad. Ja, diese Terminkollision tat weh, aber der Fernsehtermin kam sehr kurzfristig rein und liess sich partout nicht verschieben.
Worum geht es denn beim „Aeschbacher“? Dort geht es um mein neues Buch „The Lazy Gardener“ und darum, wie man sein Glück im Garten findet. Das Thema Gärtnern ist derzeit der Renner bei der urbanen Bevölkerung. Die Städterinnen und Städter pflegen ihre Balkone und Dachgärten mit Inbrunst.
Und etwas von diesem Glück im Garten soll nun auch auf die Hotelgäste im Hof Weissbad überspringen. Genau. Dieser Gedanke steht hinter dem Kräutergarten, den ich in der Hotelanlage gestalten durfte. Wir möchten den Gästen, die sich im Hof Weissbad erholen oder hier ein Seminar besuchen, ein sinnliches Erlebnis mit Pflanzen bieten.
Mit Gartenseminaren? Auch, ja. Mit den Seminaren „Learning by doing“ und „Learning by gardening“, zum Beispiel. Sie handeln vom Zeitmanagement und von der Glücksfindung im Garten. Eine Stunde Kräutergartenbesichtigung eignet sich aber auch als Auflockerung für andere Seminare und ganz generell für alle Hotelgäste. Sie schlendern durch den Garten, pflücken sich ihre Teepflanzen und brühen sie mit dem frischen Teewasser auf, das in der Tee-Ecke bereit steht.
Im tausend Quadratmeter grossen Garten wachsen Pflanzen, die auf dieser Höhe sonst nicht überleben. Warum gedeihen sie trotzdem? Wir schaffen ein besonderes Mikroklima, lassen die Pflanzen den ganzen Zyklus gehen und schneiden sie nach dem Verblühen nicht einfach ab. Wir beobachten die Natur, bauen Unterschlüpfe für Nützlinge, pflegen den Boden und bearbeiten ihn täglich mit der Pendelhacke.
Und wer schwingt die Hacke? Der Kräutergarten war die Idee von Damaris Lienhard, Gastgeberin im Hof Weissbad. Sie und fünf Appenzellerinnen kümmern sich regelmässig um die Beete und sind gleichzeitig für die Gäste da, die etwas über die Kräuter erfahren möchten. Ich werde die Frauen in die Gartenarbeit einführen und darauf achten, dass der Garten im Lot bleibt.
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